Die Festung der Fremden - Donegal

Kaum bin ich in Knockree angekommen, ging es auch schon wieder drei Tage in den Norden der Republik Irland, nach Donegal. Auch wenn alles schief gelaufen bzw. anders gelaufen ist als geplant, war es total cool. Dass alles schief gelaufen ist, liegt vermutlich am Namen der Stadt, denn Donegal heißt übersetzt "Festung der Fremden" - vielleicht waren wir einfach nicht willkommen :-D.

Alles fing schon damit an, dass Pascaline uns ein Hostel am Mount Errigal im Naturschutzgebiet im County Donegal gebucht hat - 70km von Donegal City entfernt. So haben wir uns unseren Trip raus in die Zivilisation nicht vorgestellt :-D. Deshalb haben wir uns ins "Donegal Town Independent Hostel" auf eigene Kosten umgebucht, das ca. 1,5km von der City entfernt lag. Das war auch total süß und eher klein, Dank der Vermieterin Linda hat man sich fast wie in einem B&B gefühlt. Die Busfahrt nach Donegal war auch total entspannt, etwas um die 4 Stunden. Wir waren dann abends da, so dass wir uns nur einmal ein bisschen umgeschaut haben und endlich in den Pub gehen konnten! In Enniskerry ist das ja nicht so möglich, wenn man nicht 2 Stunden für n Bier hin und her laufen will :-D.

 

Am nächsten Morgen wollten wir an die Küste fahren, denn Donegal ist bekannt für seine tollen Strände und Klippen. Und da hatten wir dann das nächste Problem: es gibt keine öffentlichen Verkehrsmittel in der Ecke und um ein Auto zu mieten, sind wir zu jung. Wir waren etwas enttäuscht,  wollten dann als Ausgleich eine Bootstour über den Kanal Richtung Meer machen, aber die fand nicht statt. Zu allem Unglück hat es dann auch noch den ganzen Tag geregnet.Aber wir haben das Beste draus gemacht und uns stattdessen das Castle angesehen und sind in die Craft Village gelaufen. Das ist eine kleine Gruppierung von Läden, in denen Handwerkskunst wie z.B. Glasschmuck oder Tonfiguren verkauft werden. Das war ganz nett da. Weil es aber nicht aufgehört hat zu regnen, sind wir durch die Geschäfte gebummelt und waren Kaffee trinken. Dort habe ich endlich etwas typisch irisches/englisches gegessen: Scones mit Marmelade :-). Nach einem kurzen Zwischenstop im Hostel zum Aufwärmen, Trocknen und ein bisschen mit Linda quatschen (so eine Laberbacke! :-D) sind wir auf dem Weg zum Italiener in einen mega starken Kurzschauer geraten und waren nass bis auf Unterwäsche - aber nur von hinten :-D Denn wir hatten Rückenwind und -regen. Sehr unpraktisch um Essen zu gehen, aber lecker und gemütlich war es trotzdem. Darauf haben wir uns so gefreut, schließlich waren wir seit Dublin nicht mehr Essen. Und anschließend waren wir wieder im Pub. Daswar sehr gesellig, denn es gab Live-Musik! Und so war unser Chaostag doch noch schön :-).

Am nächsten Morgen sind wir frühzeitig aufgebrochen und konnten doch noch unsere Bootstour machen! Diese hatte etwas von einer Rentner-Kaffeefahrt: Touris um die 60+ und Live-Entertainer, der so tolle Songs ausgepackt hat wie "Old McDonald had a Farm" :-D Aber auch ein paar irische Songs. Aber landschaftlich hat sich die Fahrt auf jeden Fall gelohnt. Wir konnten die Bluestack Mountains sehen. Dort wäre unser Hostel ursprünglich gewesen. Ganz am Ende konnten wir von ziemlich nahe freilebende Robben sehen! Das war mein persönliches Donegal-Highlight. Im Anschluss waren wir wieder Kaffeetrinken, ehe wir uns auf den Rückweg gemacht haben. Der hat ganz schön lange gedauert. Um nur die halbe Strecke von Enniskerry nach Knockree zu laufen, haben wir auf den Bus aus Bray gewartet, der das anstrengenste Stück bis zum Hostel fährt. Dann haben wir ca. die Hälfte Fußweg gespart. Gewartet haben wir übrigens wieder im Pub :-D Das reicht dann auch erst einmal bis Donnerstag - dann geht's ab nach Killarney für 3 Tage. :-) 

Wenn alles gut geht, fahren wir schon einen Tag eher los und verbringen den Mittwoch in Dublin, denn Beccy und ihre Eltern sind auch da. Drückt mir die Daumen das alles klappt und wir uns sehen :-).

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Anja (Montag, 30 März 2015 22:45)

    Toll, dass die Tour doch noch geklappt hat :)
    Die Robben sind ja wirklich ultra putzig!! :) Schon alleine dafür hat es sich gelohnt!